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Jugendarbeitslosigkeit

Obwohl es der österreichischen Wirtschaft sehr gut geht, spitzt sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt für Jugendliche immer weiter zu. Waren im vergangenen Juni noch 30.000 junge Menschen unter 25 Jahren ohne Arbeit, sind es zum Jahreswechsel 2007 bereits 43.000 gewesen. Das entspricht einer dramatischen Steigerung von 43 Prozent in nur sechs Monaten. Ähnlich verheerend sieht auch die Ausbildungssituation aus: Laut Statistiken des Arbeitsmarktservices Österreich (AMS) waren 2006 durchschnittlich mehr als 6.000 Jugendliche ohne Lehrstelle.

Wer in jungen Jahren den Anschluss an die Berufswelt verpasst, dem droht in wirtschaftlich schweren Zeiten immer wieder der Jobverlust - oft auch lebenslange Armut. Arbeitslosigkeit bedeutet eine gravierende Bedrohung der Lebensperspektive. Berufliche Ablehnung, mangelnde berufliche Erfahrung und eingeschränkte soziale Kontakte geben den Jugendlichen bald das Gefühl von Nutzlosigkeit. Ziel muss es daher sein, insbesondere den benachteiligten Jugendlichen eine betriebliche Ausbildung oder Beschäftigung zu ermöglichen. Dazu können Betriebe und öffentliche Institutionen einen Beitrag leisten.